Spirituelles

spirituelles

Spiritualität, Religion, Mystik, Esoterik:

Der Begriff Spiritualität geht auf das lateinische Wort “spiritus” zurück, das sowohl Atem, Leben, Seele als auch Geist bedeutet. Von “spiritus” wurde das englische Wort “spirit” abgeleitet.

Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit. Während Religiosität die Ehrfurcht vor der Ordnung und Vielfalt in der Welt und die Empfindung einer transzendenten Wirklichkeit meint, beinhaltet (religiöse) Spiritualität zudem die bewusste Hinwendung und aktive Praktizierung einer als richtig erkannten Religion oder Philosophie.

Häufig synonym verwendet wird der Begriff der Frömmigkeit, der jedoch heute eher im kirchlichen Kontext verwendet wird und zudem im allgemeinen Gebrauch oft eine negative Konnotation im Sinne einer übertrieben bedingungslosen Hinwendung zur Religion hat.

Spirituelle Haltungen haben sich als Teil der intuitiven Einordnung unerklärlicher Phänomene im magisch-mythischen Denken unserer Vorfahren vermutlich schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entwickelt. Wie die Forschungsergebnisse der Ethnologie für viele schriftlose Kulturen gezeigt haben, gab es ursprünglich nur eine unscharfe Trennung zwischen der Welt und der Religion im Leben der Menschen, so wie wir es kennen. Spiritualität war demnach bis zur Entwicklung der klassischen Religionen ein alltägliches Verhaltensmuster.

Religion

Wort Religion kommt vom lateinischen „Relegere: immer wieder lesen, aufsammeln, aufwickeln“; oder von „Religare: Zurück verbinden“, aus meiner Sicht am sinnigsten ist das zweite, also eine „Wiedervereinigung mit dem Göttlichen“. Wobei dieses wieder unpräzise ist, weil es unterschiedliche Konzepte von Gott gibt und z,B. der Buddismus gar nicht von Gott spricht. Im Lateinischen wurde das Wort aber auch genutzt für Begriffe wie: Gottesfurcht, Frömmigkeit, Heiligkeit, aber auch Rücksicht, Bedenken, Skrupel, Pflicht Gewissenhaftigkeit oder Aberglaube.

Mystik

Dieser  Begriff ist schwammig, er kommt aus dem Griechischen mystikós, geheimnisvoll also im Sinne von „das Geheimnis der Erkenntnis Gottes lüften“, oder von myo, griech. schließen also „Augen zu machen und nach innen gehen“. Und dieses Wort umschreibt wohl am ehesten worum es im Yoga, der Selbstfindung und der Gottesliebe geht.

Esoterik

Esoterik (von altgriechisch, innerlich, dem inneren Bereich zugehörig) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein höheres, absolutes und arkanes, althergebrachtes Wissen.

Heute gibt es weder im wissenschaftlichen noch im populären Sprachgebrauch eine allgemein anerkannte Definition von Esoterik beziehungsweise esoterisch.

In der Wissenschaft haben sich zwei grundlegend verschiedene Verwendungen dieser Bezeichnungen etabliert:

Im populären Sprachgebrauch versteht man unter Esoterik vielfach „Geheimlehren“. Ebenfalls sehr gebräuchlich ist der Bezug auf „höhere“ Erkenntnis und auf Wege, welche zu dieser führen sollen. Des Weiteren wird das Adjektiv esoterisch häufig abwertend im Sinne von unverständlich oder versponnen verwendet.

Quellenhinweis: Wikipedia